1.5 Entstehungsprozess einer harmonisierten Norm
Sogenannte Technical Committees und darunter Working Groups, die sich vor allem aus nationalen Normengremien und zum Teil auch aus Mitarbeitern von Herstellern aus dem Bereich Maschinenbau und Sicherheitssensorik rekrutieren, beschäftigen sich in der Normenorganisation CEN und CENELEC mit der Normenerstellung im Bereich Maschinensicherheit. Am Ende dieser Arbeiten steht ein Abstimmungsprozess, in dem sich die Mitglieder des CEN einschließlich der Schweiz nach einer Quotenregelung für oder gegen die Annahme einer Norm als harmonisierte europäische Sicherheitsnorm entscheiden können.
Insgesamt nehmen 30 Staaten an diesem Prozess teil. Mit der Veröffentlichung einer harmonisierten europäischen Sicherheitsnorm im EU-Amtsblatt gilt die sogenannte Vermutungswirkung, d.h. mit der Erfüllung der Schutzziele dieser Norm wird angenommen, dass die Konformität mit der entsprechenden Richtlinie für diesen Sicherheitsaspekt gegeben ist.
Stimmgewichtung bei der Abstimmung zu einer harmonisierten EN-Norm:
| Mitgliedsstaat |
Stimmen |
Mitgliedsstaat |
Stimmen |
| Frankreich |
29 |
Schweiz* |
10 |
| Deutschland |
29 |
Bulgarien |
10 |
| Großbritannien |
29 |
Slowakei |
7 |
| Italien |
29 |
Dänemark |
7 |
| Spanien |
27 |
Finnland |
7 |
| Polen |
27 |
Norwegen* |
7 |
| Rumänien |
14 |
Irland |
7 |
| Niederlande |
13 |
Litauen |
7 |
| Griechenland |
12 |
Lettland |
4 |
| Tschechien |
12 |
Slovenien |
4 |
| Belgien |
12 |
Estland |
4 |
| Ungarn |
12 |
Zypern |
4 |
| Portugal |
12 |
Luxemburg |
4 |
| Schweden |
10 |
Malta |
3 |
| Österreich |
10 |
Island* |
3 |
*) EFTA Staaten
Eine EN-Norm ist harmonisiert bei: Einfacher Mehrheit und mindestens 71 % der gewichteten Stimmen
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